18.10.2012 – Neonazistischer Terror

Referent: Robert Andreasch

Nach Bekanntwerden der Mordserie des „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) war das Entsetzen bei Sicherheitsbehörden wie in der Bevölkerung groß. Neonazis konnten über Jahre hinweg ungestört einen rassistischen Mordfeldzug durchführen und dabei mindestens zehn Personen ermorden. Dabei hätte zumindest den Sicherheitsbehörden nicht entgangen sein dürfen, dass es innerhalb der neonazistischen Rechten seit Jahrzehnten terroristische Strukturen gibt. Die Wehrsportgruppe Hoffmann und die Terrorgruppe rund um den Neonazi Martin Wiese sind hierbei nur die bekanntesten Beispiele. Auch in den letzten Jahren kamm es bei Razzien innerhalb der Neonaziszene regelmäßig zu Waffen- und Sprengstofffunden. Zudem werden laufend Konzepte über einen bewaffneten Kampf innerhalb der Szene diskutiert. Warum konnten oder wollten die Sicherheitsbehörden daraus nicht die richtigen Schlüsse ziehen?

Im Vortrag soll eine Überblick über den Terror von Rechts sowie das Verhalten der Sicherheitsbehörden gegeben werden.