Archiv für November 2013

5.12.2013 | Po­li­ti­sie­rung der Lust – Se­xua­li­tät im Na­tio­nal­so­zia­lis­mus

Re­fe­ren­tin: Ljil­ja­na Ra­do­nic

Die Vor­stel­lun­gen über die Ge­schlech­ter­ver­hält­nis­se im Na­tio­nal­so­zia­lis­mus sind von der dese­xua­li­sier­ten Mut­ter be­stimmt. Der weib­li­che Kör­per soll als po­li­ti­sches Feld für die Ras­sen­po­li­tik ge­dient haben, Lust und Sinn­lich­keit im Sinne der be­völ­ke­rungs­po­li­ti­schen Auf­ga­be unter Kon­trol­le ge­hal­ten wor­den sein. Wenn­gleich die ras­sis­ti­sche Be­völ­ke­rungs­po­li­tik star­ke Aus­wir­kun­gen auf den Be­reich der Se­xua­li­tät hatte, ist das oben skiz­zier­te, um­fas­send se­xu­al­feind­li­che Bild un­zu­läs­sig un­voll­stän­dig.

Es scheint, als wür­den die se­xu­al­freund­li­che­ren As­pek­te des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus, wel­che als Aus­druck re­bel­lisch-​re­pres­si­ver Ent­sub­li­mie­rung gel­ten kön­nen und aus einer be­reits von An­fang an im Na­tio­nal­so­zia­lis­mus im­ma­nen­ten Un­ter­gangs­stim­mung re­sul­tie­ren, seit der Nach­kriegs­zeit sys­te­ma­tisch ver­schwie­gen.

Im Vor­trag soll ein Über­blick über die Se­xu­al­po­li­tik im Na­tio­nal­so­zia­lis­mus ge­ge­ben und der Frage nach­ge­gan­gen wer­den, warum be­stimm­te As­pek­te die­ser Se­xu­al­po­li­tik heute par­tout nicht mehr mit dem Na­tio­nal­so­zia­lis­mus in Ver­bin­dung ge­bracht wer­den.

5.​12.​2013 | 19 Uhr | L.E.D.E.R.E.R. e.v. (Le­der­er­gas­se 25, 93047 Re­gens­burg)

21.​11.​2013 | Die Christ­li­che Rech­te in Deutsch­land

Re­fe­rent: Jörg Kro­nau­er

So­wohl in der ka­tho­li­schen als auch in der evan­ge­li­schen Kir­che sind re­gel­mä­ßig an­ti­mo­der­ne, ho­mo­pho­be, pa­tri­ar­cha­le und ex­trem rech­te Po­si­tio­nen aus­zu­ma­chen. Diese äu­ßern sich etwa in der Re­ha­bi­li­ta­ti­on von Ho­lo­caust­leug­nern, der Be­kämp­fung des Rechts auf Schwan­ger­schafts­ab­bruch, der feh­len­den Gleich­stel­lung von Frau­en und Ho­mo­se­xu­el­len, der Un­ter­stüt­zung mi­li­ta­ris­ti­scher Pra­xen, der Zu­sam­men­ar­beit mit ex­tre­men Rech­ten, der Ver­drän­gung der ei­ge­nen Rolle wäh­rend des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus, der mo­ra­li­schen Le­gi­ti­mie­rung men­schen­ver­ach­ten­der Po­li­tik, dem Ver­tu­schen se­xua­li­sier­ter Ge­walt in­ner­halb der Kir­che und in vie­len an­de­ren Punk­ten.

Wie passt all das mit dem uni­ver­sa­lis­ti­schen An­spruch der christ­li­chen Kir­chen zu­sam­men? Und wie damit, dass die Kir­chen an vie­len Orten zu den wich­tigs­ten Ak­teu­ren ge­hö­ren, wenn es darum geht, gegen Neo­na­zi­auf­mär­sche mobil zu ma­chen, für die Rech­te von Flücht­lin­gen ein­zu­ste­hen und gegen die Stig­ma­ti­sie­rung von so­zi­al Schwa­chen das Wort zu er­he­ben?

Im Vor­trag sol­len diese Fra­gen dis­ku­tiert, ein Über­blick zur christ­li­chen Rech­ten in Deutsch­land und deren ak­tu­el­ler Ent­wick­lung ge­ge­ben sowie et­wai­ge In­ter­ven­ti­ons­mög­lich­kei­ten eru­iert wer­den.

21.​11.​2013 | 19 Uhr | L.E.D.E.R.E.R. e.v. (Le­der­er­gas­se 25, 93047 Re­gens­burg)