21.​11.​2013 | Die Christ­li­che Rech­te in Deutsch­land

Re­fe­rent: Jörg Kro­nau­er

So­wohl in der ka­tho­li­schen als auch in der evan­ge­li­schen Kir­che sind re­gel­mä­ßig an­ti­mo­der­ne, ho­mo­pho­be, pa­tri­ar­cha­le und ex­trem rech­te Po­si­tio­nen aus­zu­ma­chen. Diese äu­ßern sich etwa in der Re­ha­bi­li­ta­ti­on von Ho­lo­caust­leug­nern, der Be­kämp­fung des Rechts auf Schwan­ger­schafts­ab­bruch, der feh­len­den Gleich­stel­lung von Frau­en und Ho­mo­se­xu­el­len, der Un­ter­stüt­zung mi­li­ta­ris­ti­scher Pra­xen, der Zu­sam­men­ar­beit mit ex­tre­men Rech­ten, der Ver­drän­gung der ei­ge­nen Rolle wäh­rend des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus, der mo­ra­li­schen Le­gi­ti­mie­rung men­schen­ver­ach­ten­der Po­li­tik, dem Ver­tu­schen se­xua­li­sier­ter Ge­walt in­ner­halb der Kir­che und in vie­len an­de­ren Punk­ten.

Wie passt all das mit dem uni­ver­sa­lis­ti­schen An­spruch der christ­li­chen Kir­chen zu­sam­men? Und wie damit, dass die Kir­chen an vie­len Orten zu den wich­tigs­ten Ak­teu­ren ge­hö­ren, wenn es darum geht, gegen Neo­na­zi­auf­mär­sche mobil zu ma­chen, für die Rech­te von Flücht­lin­gen ein­zu­ste­hen und gegen die Stig­ma­ti­sie­rung von so­zi­al Schwa­chen das Wort zu er­he­ben?

Im Vor­trag sol­len diese Fra­gen dis­ku­tiert, ein Über­blick zur christ­li­chen Rech­ten in Deutsch­land und deren ak­tu­el­ler Ent­wick­lung ge­ge­ben sowie et­wai­ge In­ter­ven­ti­ons­mög­lich­kei­ten eru­iert wer­den.

21.​11.​2013 | 19 Uhr | L.E.D.E.R.E.R. e.v. (Le­der­er­gas­se 25, 93047 Re­gens­burg)