5.12.2013 | Po­li­ti­sie­rung der Lust – Se­xua­li­tät im Na­tio­nal­so­zia­lis­mus

Re­fe­ren­tin: Ljil­ja­na Ra­do­nic

Die Vor­stel­lun­gen über die Ge­schlech­ter­ver­hält­nis­se im Na­tio­nal­so­zia­lis­mus sind von der dese­xua­li­sier­ten Mut­ter be­stimmt. Der weib­li­che Kör­per soll als po­li­ti­sches Feld für die Ras­sen­po­li­tik ge­dient haben, Lust und Sinn­lich­keit im Sinne der be­völ­ke­rungs­po­li­ti­schen Auf­ga­be unter Kon­trol­le ge­hal­ten wor­den sein. Wenn­gleich die ras­sis­ti­sche Be­völ­ke­rungs­po­li­tik star­ke Aus­wir­kun­gen auf den Be­reich der Se­xua­li­tät hatte, ist das oben skiz­zier­te, um­fas­send se­xu­al­feind­li­che Bild un­zu­läs­sig un­voll­stän­dig.

Es scheint, als wür­den die se­xu­al­freund­li­che­ren As­pek­te des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus, wel­che als Aus­druck re­bel­lisch-​re­pres­si­ver Ent­sub­li­mie­rung gel­ten kön­nen und aus einer be­reits von An­fang an im Na­tio­nal­so­zia­lis­mus im­ma­nen­ten Un­ter­gangs­stim­mung re­sul­tie­ren, seit der Nach­kriegs­zeit sys­te­ma­tisch ver­schwie­gen.

Im Vor­trag soll ein Über­blick über die Se­xu­al­po­li­tik im Na­tio­nal­so­zia­lis­mus ge­ge­ben und der Frage nach­ge­gan­gen wer­den, warum be­stimm­te As­pek­te die­ser Se­xu­al­po­li­tik heute par­tout nicht mehr mit dem Na­tio­nal­so­zia­lis­mus in Ver­bin­dung ge­bracht wer­den.

5.​12.​2013 | 19 Uhr | L.E.D.E.R.E.R. e.v. (Le­der­er­gas­se 25, 93047 Re­gens­burg)