Archiv für Februar 2014

20.​03.​2014 | Trans­for­ma­ti­on des Ras­sis­mus: Ist „Kul­tur“ die neue „Rasse“?

Re­fe­rent: Flo­ri­an Eis­heu­er

Im Grund­ge­setz der BRD sowie einer Reihe wei­te­rer Ge­set­ze ist er noch zu fin­den, an­sons­ten ist er rar ge­wor­den. Der Be­griff der „Rasse“. Selbst Neo­na­zis und ex­tre­me Rech­te ver­mei­den ihn häu­fig, denn: Sei­ner öf­fent­li­chen Ver­wen­dung haf­tet im post­na­zis­ti­schen Deutsch­land etwas un­red­li­ches an, nicht je­doch der ge­ne­rel­len An­sicht, dass sich die Mensch­heit in klar un­ter­scheid­ba­re Grup­pen ein­tei­len lässt. Trotz der über­wie­gen­den Ab­we­sen­heit des bio­lo­gi­schen Ar­gu­ments wer­den „Völ­ker“ und „Kul­tu­ren“ als quasi na­tür­li­che Ein­hei­ten ver­stan­den.

Ist also Kul­tur die neue „Rasse“? Be­züg­lich öf­fent­li­cher Dis­kur­se gilt es diese Frage zu be­ja­hen. Damit ist nicht be­strit­ten, dass da­ne­ben in Tei­len der Wis­sen­schaft sowie des „ge­sun­den Volks­emp­fin­dens“ wei­ter­hin kein Zwei­fel dar­über zu be­ste­hen scheint, dass nicht nur Pflan­zen und Tiere bio­lo­gisch klar ab­grenz­bar wären. Kon­flikt­reich geht es bei die­sem Ne­ben­ein­an­der an Er­klä­run­gen nur sel­ten zu, ist die zen­tra­le Funk­ti­on der Dif­fe­ren­zie­rung doch die glei­che: Na­tio­na­le und eth­ni­sche Wir-​Grup­pen-​Kon­struk­tio­nen wer­den voll­zo­gen und so­zia­le Un­ter­schie­de le­gi­ti­miert.

Im Vor­trag sol­len die Grün­de für die Trans­for­ma­ti­on hin zu einem „Ras­sis­mus ohne Ras­sen“, des­sen Funk­ti­ons­wei­se sowie kon­kur­rie­ren­de Er­klä­run­gen dis­ku­tiert wer­den.

20.​03.​2014 | 19 Uhr | L.E.D.E.R.E.R. e.v. (Le­der­er­gas­se 25, 93047 Re­gens­burg)

20.​02.​2014 | Kein Asyl trotz Verfolgung

Referent: Omid Moradian

Asylklage eines vor Abschiebung bereits geschützten iranischen Teilnehmers an den bundesweiten Protestaktionen von Asylbewerbern blieb erfolglos,“ so verlautete es das Verwaltungsgericht Regensburg am 21. Januar in einer Pressemitteilung über Omid Moradian.

Omid floh im Jahr 2009 aus dem Iran nach Deutschland, wo er als Kurde und aus politischen Gründen verfolgt worden war.
Fast drei Jahre lebte Omid anschließend im Flüchtlingslager in Cham, bis er sich im Juli 2012 in Regensburg den bundesweiten Protestaktionen von Geflüchteten anschloss.

Im Vortrag wird Omid über die Situation von Kurd_innen im Iran aufklären, berichten, wie er die Jahre in Cham wahrgenommen hat und unter welchen Bedingungen Asylbewerber_innen speziell in Bayern leben
müssen. Der letzte Teil des Vortrags wird Anektdoten von den Protestaktionen gewidmet, zudem soll erörtert werden, warum Omid noch immer nicht als „Flüchtlinganerkannt“ ist.

20.​02.​2014 | 19 Uhr | L.E.D.E.R.E.R. e.v. (Le­der­er­gas­se 25, 93047 Re­gens­burg)