20.​03.​2014 | Trans­for­ma­ti­on des Ras­sis­mus: Ist „Kul­tur“ die neue „Rasse“?

Re­fe­rent: Flo­ri­an Eis­heu­er

Im Grund­ge­setz der BRD sowie einer Reihe wei­te­rer Ge­set­ze ist er noch zu fin­den, an­sons­ten ist er rar ge­wor­den. Der Be­griff der „Rasse“. Selbst Neo­na­zis und ex­tre­me Rech­te ver­mei­den ihn häu­fig, denn: Sei­ner öf­fent­li­chen Ver­wen­dung haf­tet im post­na­zis­ti­schen Deutsch­land etwas un­red­li­ches an, nicht je­doch der ge­ne­rel­len An­sicht, dass sich die Mensch­heit in klar un­ter­scheid­ba­re Grup­pen ein­tei­len lässt. Trotz der über­wie­gen­den Ab­we­sen­heit des bio­lo­gi­schen Ar­gu­ments wer­den „Völ­ker“ und „Kul­tu­ren“ als quasi na­tür­li­che Ein­hei­ten ver­stan­den.

Ist also Kul­tur die neue „Rasse“? Be­züg­lich öf­fent­li­cher Dis­kur­se gilt es diese Frage zu be­ja­hen. Damit ist nicht be­strit­ten, dass da­ne­ben in Tei­len der Wis­sen­schaft sowie des „ge­sun­den Volks­emp­fin­dens“ wei­ter­hin kein Zwei­fel dar­über zu be­ste­hen scheint, dass nicht nur Pflan­zen und Tiere bio­lo­gisch klar ab­grenz­bar wären. Kon­flikt­reich geht es bei die­sem Ne­ben­ein­an­der an Er­klä­run­gen nur sel­ten zu, ist die zen­tra­le Funk­ti­on der Dif­fe­ren­zie­rung doch die glei­che: Na­tio­na­le und eth­ni­sche Wir-​Grup­pen-​Kon­struk­tio­nen wer­den voll­zo­gen und so­zia­le Un­ter­schie­de le­gi­ti­miert.

Im Vor­trag sol­len die Grün­de für die Trans­for­ma­ti­on hin zu einem „Ras­sis­mus ohne Ras­sen“, des­sen Funk­ti­ons­wei­se sowie kon­kur­rie­ren­de Er­klä­run­gen dis­ku­tiert wer­den.

20.​03.​2014 | 19 Uhr | L.E.D.E.R.E.R. e.v. (Le­der­er­gas­se 25, 93047 Re­gens­burg)