17.​04.​2014 | Schwund­geld, Frei­wirt­schaft und Ras­sen­wahn

Re­fe­rent: Peter Bierl

Auch unter Lin­ken, Glo­ba­li­sie­rungs­kri­ti­ker_in­nen und Ka­pi­ta­lis­mus­geg­ner_in­nen ma­chen sich seit Jah­ren, in letz­ter Zeit ver­stärkt durch die ir­ri­tie­ren­den Um­stän­de der ak­tu­el­len Fi­nanz-​ und Wirt­schafts­kri­se, die fal­schen Vor­stel­lun­gen des Frei­wirt­schafts­theo­re­ti­kers Sil­vio Ge­sell (1862–1930) wie­der breit.

Auch wenn Ge­sell selbst dem all­ge­gen­wär­ti­gen An­ti­se­mi­tis­mus sei­ner Zeit weit­ge­hend ab­hold war, bie­tet seine über weite Stre­cken ras­sis­ti­sche Lehre, seine um die Pro­duk­ti­ons­sphä­re ver­kürz­te Ka­pi­ta­lis­mus­kri­tik, seine hor­ri­blen Vi­sio­nen von einem neuen Man­ches­ter­ka­pi­ta­lis­mus, sein So­zi­al­dar­wi­nis­mus und seine Frau­en­feind­lich­keit noch heute vie­len Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker_in­nen, rech­ten und an­ti­se­mi­ti­schen Geg­ner_in­nen eines an­ony­men „Fi­nanz­ka­pi­ta­lis­mus“, aber eben auch wohl­mei­nen­den und nai­ven Kri­ti­ker_in­nen von „Geld und Zins“ eine ideo­lo­gi­sche Heim­stät­te.

Im Vor­trag soll eine kri­ti­sche Dar­stel­lung der Ge­sel­lia­ner, bzw. der Frei­wirt­schafts­be­we­gung, ihrer Theo­rie und Ent­wick­lung, ihrer Vor­läu­fer und ihres ak­tu­el­len Ein­flus­ses in Deutsch­land ge­ge­ben wer­den.

20.​03.​2014 | 19 Uhr | L.E.D.E.R.E.R. e.v. (Le­der­er­gas­se 25, 93047 Re­gens­burg)